Provinz Munster - Irland

Irlands südliche Provinz

Munster ist die größte Provinz der irischen Insel und befindet sich im Südwesten der Republik Irland. Geprägt wird die Provinz Munster von einer grünen und schönen Landschaft mit malerischen Küstenbereichen. Das Klima in Munster ist fast mediterran.

Landkarte Provinz Munster in Irland

In südlichen Irland wachsen im Küstenbereich Palmen, die eher an Spanien und Portugal erinnern. In der irischen Provinz Munster sind besonders viele Burgen, Schlösser und Klöster zu entdecken. Ein Zeichen, dass diese Region von Irland schon immer sehr begehrt war.

Im südwestlichen Munster ist die irische Sprache (Gaeltacht) noch sehr verbreitet. In der irischen Tradition wird den Einwohnern der Provinz Munster der geschickte Umgang mit Pferden nachgesagt. In der Tat spielt der Pferdesport im Süden Irlands, in der irischen Provinz Munster, noch heute eine große Rolle.

Brian Boru - Irlands Hochkönig

Ein Berühmtheit der irischen Geschichte ist der Regionalkönig von Munster, Brian Boru. Im Jahre 1002 nach Christus wurde er zum Hochkönig von Irland gewählt. Mit Geschick gelang es ihm, die irischen Königreiche für den Kampf gegen die einfallenden Wikinger zu vereinen. Im Jahre 1014 besiegten die irischen Kämpfer in der berühmten Schlacht von Clontarf die Wikinger.

Timoleague Castle - County Cork
Timoleague Castle am Argideen River - County Cork

Für kurze Zeit waren die Wikinger vertrieben, setzten sich dann aber wieder an der Ostküste Irlands fest, überwiegend in der Region des heutigen Dublin. Nie mehr konnte ein irischer König alle Regionalkönige mit ihren Kämpfern vereinen.

Anglo-Normannen als Machthaber

In den Küstenstätten von Munster setzten sich mehr und mehr die Anglo-Normannen fest. Es entstanden größere Handelsniederlassungen, die Seehandel betrieben. Mit dem Geld kam die Macht. Anglo-normannische Familien herrschten so über zahlreiche Städte und Regionen Irlands. Die Provinzen in ihren alten Grenzen verloren an Bedeutung und zerfielen in der Folge in die heute bekannten Grafschaften.

Landhäuser an der irischen Westküste
Einsame Häuser an einer Dorfstraße am Ring of Kerry

Mächtiges Munster in Südirland

Lange teilten die irischen Provinzen, die alten irischen Königreiche, die Insel in mehr oder weniger autarke Gebiete auf. Bewegung kam nur ins Spiel, wenn sich die jeweiligen Regionalkönige, die Anführer eines Clans, bekämpften. Dadurch bildeten sich Traditionen, Sagen, Legenden und Eigenschaften heraus, die noch heute den Bewohnern der jeweiligen irischen Region nachgesagt werden.

Aufgebrochen wurden die relativ festen Strukturen der Provinzen erst durch die Ankunft der Anglo-Normannen und der Wikinger vor der ersten Jahrtausendwende.